Nun finden sich alle diese Symbole sicherlich reflektiert in - einige glauben, sie sind identisch mit - dem Yave, oder Jehovah der Bibel. Dies wird jedem klar werden, der The Source of Measures, oder „das hebräisch-ägyptische Geheimnis“ liest und seine unleugbaren, klaren und mathematischen Beweise versteht, daß die esoterischen Grundlagen, oder das System, welches benutzt wurde bei der Erbauung der Großen Pyramide und den Architekturmaßen im Tempel des Solomon (einerlei ob der letztere mytisch oder wirklich ist), in Noahs Arche und der Bundeslade die gleichen sind. Wenn irgend etwas auf der Welt den Streit darüber beenden kann, daß die alten, ebenso wie die späteren nachbabylonischen Juden, und insbesondere die ersteren, ihre Theogonie und Religion auf ebenderselben Grundlage aufbauten, wie alle Heiden es thaten, so ist es das in Frage stehende Werk.

Und nun mag es auch gut sein, den Leser an das zu erinnern, was wir in Isis entschleiert über I A O gesagt haben:

Keine andere Gottheit bietet eine solche Verschiedenheit von Etymologien wie Iaho, und es giebt keinen Namen, der so verschiedenartig ausgesprochen werden kann. Durch die bloße Verbindung desselben mit den massoretischen Punkten brachten es die späteren Rabbiner dahin, aus Jehovah die Leseart „Adonai“ - oder „Herr“ - zu machen. Philo Byblus schreibt es [korrekter Abdruck siehe Buch] - IEVO. Theodoret sagt, daß die Samaritaner es Iabé (Yahva) aussprachen, und die Juden Yaho; was, wie wir gezeigt haben, es zu I - AH - O machen würde. Diodor stellt fest, daß „sie unter den Juden erzählen, daß Moses den Gott IAO nannte.“ Auf Grund der Bibel selbst behaupten wir, daß Moses vor seiner Initiation durch seinen Schwiegervater Jethro niemals das Wort Iaho gekannt hat. [21]

Das obige erhält Bestätigung durch einen Privatbrief von einem sehr gelehrten Kabbalisten. In unserem ersten Bande [22] ist gesagt, daß exoterisch Brahmâ (neutrum), das von den Orientalisten so leichthin und so oft verwechselt wird mit Brahmâ (dem männlichen), manchmal Kâla-hansa genannt wird, der „Schwan in der Ewigkeit“, und die esoterische Bedeutung von Aham-sa wird gegeben als „Ich (bin) Er“, wobei So-ham gleich ist mit Sah „Er“ und Aham „Ich“ - ein mystisches Anagramm und Permutation. Es ist auch der „viergesichtige“ Brahmâ, das Chatur-mukham (der vollkommende Würfel), welches sich innerhalb und aus dem unendlichen Kreise bildet, und wiederum ist der Gebrauch der 1, 3, 5 und [korrekter Abdruck siehe Buch] = 14, als der esoterischen Hierarchie der Dhyân Chohans, erklärt. Dazu giebt der genannte Korrespondent den folgenden Kommentar:

Daß die 1, 3, 5 und zweimal 7, und zwar ganz besonders, 13514 beabsichtigen, was auf einem Kreise als 31415 (oder der Wert [korrekter Abdruck siehe Buch]) gelesen werden kann, daran kann, wie ich glaube, unmöglich gezweifelt werden; und insbesondere, wenn mit Symbolmarken auf Sacr`, [23] „Chakra“, oder Kreis des Vishnu, betrachtet.

Aber lassen Sie mich ihre Beschreibung einen Schritt weiterführen: Sie sagen, „die Eine aus dem Ei, die Sechs und die Fünf, [24] geben die Zahl 1065, den Wert des Erstgeborenden“. Wenn dem so ist, dann haben wir in 1065 den berühmten Jehovahnamen, den Jve oder Jave, oder Jupiter, und durch Verwandlung von [korrekter Abdruck siehe Buch] in [korrekter Abdruck siehe Buch], oder h in n, sodann [korrekter Abdruck siehe Buch] oder die lateinische Jun oder Juno, die Basis des chinesischen Rätsels, die Schlüssel-Maßzahlen von Sni (Sinai) und Jehovah, der auf diesen Berg herabsteigt, welche Zahl (1065) nur die Anwendung unseres Verhältnisses von 113 zu 355 ist, weil 1065 = 355 x 3, was der Umfang ist zu einem Durchmesser von 113 x 3 = 339. So zeigt der Erstgeborene von Brahmâ-Prajâpati (oder irgend einem Demiurgen) einen Maßgebrauch einer zirkularen Relation, genommen vom Chakra (oder Vishnu), und, wie oben erklärt, nimmt die göttliche Offenbarung die Form des Lebens und des Erstgeborenen an.

Es ist ein höchst eigenartiges Ding: Am Eintrittsgange zu der Königskammer ist das Ausmaß von der Oberfläche der großen Stufe [25] und der großen Galerie bis zur Höhe der genannten Galerie nach den sehr sorgfältigen Messungen von Piazzi Smyth 339 Zoll. Man nehme a als Mittelpunkt und beschreibe mit diesem Halbmesser einen Kreis; der Durchmesser jenes Kreises wird sein 339 x 2 = 678, und diese Zahl ist jene des Ausdruckes und der Rabe, in den „Tauben und Raben“ Scenen oder Bildern der Flut des Noah; (der Halbmesser ist genommen, um die Teilung in zwei Teile zu zeigen, von denen ein jeder 1065 ist), denn 113 (Mensch) x 6 = 678 und der Durchmesser zu einem Umfange von 1065 x 2 - so haben wir hier eine Andeutung des kosmischen Menschen auf diesem hohen Grade oder Stufe, am Eingange der Königskammer (des Allerheiligsten) - welche der Schooß ist. Nun ist dieser Gang von einer solchen Höhe, daß ein Mensch, um in ihn einzutreten, sich bücken muß. Aber ein Mensch ist 113, und gebrochen oder sich bückend, wird er 113/2 = 56 · 5 oder 5 · 65x10 ([korrekter Abdruck siehe Buch]), oder Jehovah. D.h., er personificiert [26] ihn beim Betreten des Allerheiligsten. Aber nach der hebräischen Esoterik war die Hauptthätigkeit des Jehovah die Verleihung von Kindern u. s. w., und dies, weil er nach den Zahlen seines Namens das Maß des Mondjahres war, welcher Zeitcyklus - weil er durch seinen Faktor 7 (sieben) so koordiniert den Perioden der ersten Kindesbewegung, der Lebensfähigkeit und der Schwangerschaftsdauer verlief - für die Ursache des Zeugungsvorganges gehalten und daher verehrt und angefleht wurde.

Diese Entdeckung verbindet Jehovah noch mehr mit allen anderen solaren und lunaren Schöpfungs- und Zeugungsgöttern und insbesondere mit „König“ Soma, dem indischen Deus Lunus, dem Monde, wegen des esoterischen Einflusses, der diesem Planeten im Occultismus zugeschrieben wurde. Dafür sind jedoch noch andere Bestätigungen in der hebräischen Überlieferung selbst. Adam wird in dem More Nevochim (oder „Führer der Verwirrten“ - fürwahr!) des Maimonides in zwei Aspekten besprochen: als ein Mensch, gleich allen anderen geboren von einem Manne und einem Weibe und - als ein Prophet des Mondes; der Grund dafür ist jetzt offenbar gemacht und muß erklärt werden.


[21] Der Schüler muß darauf achten, daß Jethro nicht der “Schwiegervater” des Moses genannt wird, weil Moses wirklich mit einer seiner sieben Töchter verheiratet war. Moses war ein Initiierter, wenn er je existierte und als solcher ein Asket, ein Nazar, und konnte niemals verheiratet gewesen sein. Es ist eine Allegorie wie alles andere. Zipporah (die „scheinende“) ist eine der personificierten occulten Wissenschaften, die von Reuel-Jethro, dem midianitischen priesterlichen Initiator dem Moses, seinem ägyptischen Schüler gegeben wurde. Der „Brunnen“, an welchem sich Moses auf seiner Flucht vor dem Pharaoh niederließ, symbolosiert den „Brunnen des Wissens“.

[22] I. pp. 106-108 und anderwärts.

[23] Im Hebräischen das phallische Symbol Lingam und Yoni.

[24] Siehe Bd. I, Strophe IV, Shloka 3.

[25] An dieser Stufe gelangt man auf die Ebene der Sohle oder des Bodens und offenen Einganges zur Königskammer, dem ägyptischen „Allerheiligsten“.

[26] Der Kandidat für Initiation personificierte immer den Gott des Tempels, zu dem er gehörte, so wie der Hohe Priester den Gott zu jeder Zeit personificierte; gerade so wie der Papst jetzt Petrus und selbst Jesus Christus personificiert, wenn er das innere Heiligtum betritt - das christliche „Allerheiligste“.